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Ernten


Chilis



Die weichen Blüten und Blätter vieler Malvenarte fühlen sich besonders weich und samtig an. Das hat seinen Grund. Sie enthalten Schleime. Diese Schleime wiederum kann Balsam auf entzündeten Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum sowie im Magen- und Darmbereich sein. Was ist nun der Unterschied zwischen Malve, Eibisch oder gar Stockrosen? Gibt es ihn? Gehören sie zur selben Familie? Die Blüten sehen ähnlich aus, die Blätter oft ganz unterschiedlich. Ich hatte lange Probleme damit, diese Pflanzen auseinanderzuhalten. Nicht aus optischer Sicht, sondern bezüglich Pflanzenfamilie, Verwendung, etc. Sollte es jemanden ähnlich ergehen, hier ein paar Anhaltspunkte:



Ose Utoro (Chili chinense):

Sie ist meist einjährig, überwintert jedoch bei günstigen Bedingungen. Samt sich selbst aus, die kleinen Sämlinge werden aber gern von Schnecken gefressen. Ich säe sie deshalb in Töpfchen aus und setzte sie ins Beet, wenn sie eine bestimmte Größe haben. Die Pflanzen wachsen sehr rasch und werden bis zu 1 - 2 m hoch. Die hübschen lila Blüten locken viele Hummeln und Bienen an und werden gerne als Schmuckdroge in Tees verwendet.
Sie wird gern vom Malvenrost befallen. Dagegen schützt und stärkt Schachtelhalmtee als Gießwasser.






Purira (Chili frutescens):

Sie ist meist einjährig, überwintert jedoch bei günstigen Bedingungen. Samt sich selbst aus, die kleinen Sämlinge werden aber gern von Schnecken gefressen. Ich säe sie deshalb in Töpfchen aus und setzte sie ins Beet, wenn sie eine bestimmte Größe haben. Die Pflanzen wachsen sehr rasch und werden bis zu 1 - 2 m hoch. Die hübschen lila Blüten locken viele Hummeln und Bienen an und werden gerne als Schmuckdroge in Tees verwendet.
Sie wird gern vom Malvenrost befallen. Dagegen schützt und stärkt Schachtelhalmtee als Gießwasser.








Habanero (Chili chinense):

Sie ist meist einjährig, überwintert jedoch bei günstigen Bedingungen. Samt sich selbst aus, die kleinen Sämlinge werden aber gern von Schnecken gefressen. Ich säe sie deshalb in Töpfchen aus und setzte sie ins Beet, wenn sie eine bestimmte Größe haben. Die Pflanzen wachsen sehr rasch und werden bis zu 1 - 2 m hoch. Die hübschen lila Blüten locken viele Hummeln und Bienen an und werden gerne als Schmuckdroge in Tees verwendet.
Sie wird gern vom Malvenrost befallen. Dagegen schützt und stärkt Schachtelhalmtee als Gießwasser. Sie ist meist einjährig, überwintert jedoch bei günstigen Bedingungen. Samt sich selbst aus, die kleinen Sämlinge werden aber gern von Schnecken gefressen. Ich säe sie deshalb in Töpfchen aus und setzte sie ins Beet, wenn sie eine bestimmte Größe haben. Die Pflanzen wachsen sehr rasch und werden bis zu 1 - 2 m hoch. Die hübschen lila Blüten locken viele Hummeln und Bienen an und werden gerne als Schmuckdroge in Tees verwendet.
Sie wird gern vom Malvenrost befallen. Dagegen schützt und stärkt Schachtelhalmtee als Gießwasser. Sie ist meist einjährig, überwintert jedoch bei günstigen Bedingungen. Samt sich selbst aus, die kleinen Sämlinge werden aber gern von Schnecken gefressen. Ich säe sie deshalb in Töpfchen aus und setzte sie ins Beet, wenn sie eine bestimmte Größe haben. Die Pflanzen wachsen sehr rasch und werden bis zu 1 - 2 m hoch. Die hübschen lila Blüten locken viele Hummeln und Bienen an und werden gerne als Schmuckdroge in Tees verwendet.
Sie wird gern vom Malvenrost befallen. Dagegen schützt und stärkt Schachtelhalmtee als Gießwasser.



Dedo de Moca (capsicum baccatum):

Das ganz besondere an dieser Pflanze ist wohl seine Blüte. Die Blüte des Abelmoschus hat einen Durchmesser von bis zu 15-20 cm. Wenn eine Kindernase daran riecht, dann verdeckt sie oft das gesamte Gesicht.
Jedoch nicht nur als Zierpflanze ist der Abelmoschus Manihot zu verstehen. Blüten, Blätter und Schoten sind essbar. Vergleichbar mit den afrikanischen Okraschoten.
Die Pflanze ist nicht winterfest. Man kann sie im Haus warm oder kühl überwintern. Oder man sät sie im nächsten Frühjahr neu an. Dies geht ganz einfach mit den großen schwarzen Samenkörnern. Und die Pflanze wächst wunderbar schnell. Innerhalb einiger Wochen wird sie ein bis zu 1,5 m hoher kleiner Strauch.



Black Beauty (capsicum annuum):

Die Blüte ist eigentlich nicht schwarz sonder tiefdunkelrot. Früher wurde diese Stockrose angebaut, um einen roten Farbstoff für Lebensmittelfarbe zu gewinnnen.
Einige Blüten im Tee ergeben eine schöne rote Farbe.
Stockrosen benötigen meist einen Zaun oder Stab, an den man sie binden kann oder eine Hauswand zum Anlehnen. Bei starkem Wind werden sie sonst leicht umgeworfen. Wenn man sie nach der Blüte zurückschneidet, kommt sie nächstes Jahr wieder.
Auch sie enthält Schleimstoffe und kann unterstützend dem Hustentee beigemengt werden.



Aje Bolivian Marble (capsicum baccatum):

Die Bezeichnung Althea stammt ab vom griechischen "altho", was "heilen" bedeutet. Sein Schleim (der vor allem in den Wurzeln vorhanden ist) hat hautschützende Eigenschaften. Eibischwurzel enthält dreimal soviel Pflanzenschleime wie die Malve und soll doppelt so wirksam sein.
Die Wurzel wird im Spätsommer, morgens geerntet - dann hat sie den höchsten Schleimstoffgehalt. Die Wurzel wird gereinigt und rasch getrocknet, damit sich keine Schimmelpilze ansiedeln können. In kleine Stücke geschnitten und mit Wasser angesetzt werden die Schleime herausgelöst. Daraus können Eibischzuckerl, Hustensirup oder Eibischcreme hergestellt werden.


Thai Chili (capsicum annuum):

Die Bezeichnung Althea stammt ab vom griechischen "altho", was "heilen" bedeutet. Sein Schleim (der vor allem in den Wurzeln vorhanden ist) hat hautschützende Eigenschaften. Eibischwurzel enthält dreimal soviel Pflanzenschleime wie die Malve und soll doppelt so wirksam sein.
Die Wurzel wird im Spätsommer, morgens geerntet - dann hat sie den höchsten Schleimstoffgehalt. Die Wurzel wird gereinigt und rasch getrocknet, damit sich keine Schimmelpilze ansiedeln können. In kleine Stücke geschnitten und mit Wasser angesetzt werden die Schleime herausgelöst. Daraus können Eibischzuckerl, Hustensirup oder Eibischcreme hergestellt werden.


Zusammenfassend sind diese vorgestellten Malvengewächse allesamt essbar, teilweise sehr heilwirksam und ausnahmslos wunderschön anzusehen! Jedes Jahr kann man Samen abnehmen und wieder neu aussäen. Mit etwas Glück wandern sie auch selbst im Garten herum (bei mir ist es der Eibisch. Er geht überall auf).




Malvengewächse



Die weichen Blüten und Blätter vieler Malvenarte fühlen sich besonders weich und samtig an. Das hat seinen Grund. Sie enthalten Schleime. Diese Schleime wiederum kann Balsam auf entzündeten Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum sowie im Magen- und Darmbereich sein. Was ist nun der Unterschied zwischen Malve, Eibisch oder gar Stockrosen? Gibt es ihn? Gehören sie zur selben Familie? Die Blüten sehen ähnlich aus, die Blätter oft ganz unterschiedlich. Ich hatte lange Probleme damit, diese Pflanzen auseinanderzuhalten. Nicht aus optischer Sicht, sondern bezüglich Pflanzenfamilie, Verwendung, etc. Sollte es jemanden ähnlich ergehen, hier ein paar Anhaltspunkte:



Hier geht es um die Familie der Malvengewächse (Malvaceae).
Diese Pflanzenfamilie ist mit ca. 1500 welteit vertretenen Arten sehr groß und vielseitig. Auch Hibiskus, Baumwolle und die Okraschote gehören dazu.

Sie sind meist ein- bis mehrjährige oder ausdauernde, aufrechtwachsende krautige Pflanzen. Die Blätter stehen wechselständig und die Blüten einzeln oder in Büscheln. Beheimatet und verbreitet sind Malvengewächse in Europa, Nordafrika und Asien.

Zu den Malven gehören unter anderem auch die Gattungen Alcea (Stockrosen) und Althea (Eibisch). Sie lassen sich nur schwer gegeneinander abgrenzen.



MAURETANISCHE MALVE (Malva sylvestris ssp. mauretanica):

Sie ist meist einjährig, überwintert jedoch bei günstigen Bedingungen. Samt sich selbst aus, die kleinen Sämlinge werden aber gern von Schnecken gefressen. Ich säe sie deshalb in Töpfchen aus und setzte sie ins Beet, wenn sie eine bestimmte Größe haben. Die Pflanzen wachsen sehr rasch und werden bis zu 1 - 2 m hoch. Die hübschen lila Blüten locken viele Hummeln und Bienen an und werden gerne als Schmuckdroge in Tees verwendet.
Sie wird gern vom Malvenrost befallen. Dagegen schützt und stärkt Schachtelhalmtee als Gießwasser.



ABELMOSCHUS MANIHOT (Abelmoschus moschatus manihot):

Das ganz besondere an dieser Pflanze ist wohl seine Blüte. Die Blüte des Abelmoschus hat einen Durchmesser von bis zu 15-20 cm. Wenn eine Kindernase daran riecht, dann verdeckt sie oft das gesamte Gesicht.
Jedoch nicht nur als Zierpflanze ist der Abelmoschus Manihot zu verstehen. Blüten, Blätter und Schoten sind essbar. Vergleichbar mit den afrikanischen Okraschoten.
Die Pflanze ist nicht winterfest. Man kann sie im Haus warm oder kühl überwintern. Oder man sät sie im nächsten Frühjahr neu an. Dies geht ganz einfach mit den großen schwarzen Samenkörnern. Und die Pflanze wächst wunderbar schnell. Innerhalb einiger Wochen wird sie ein bis zu 1,5 m hoher kleiner Strauch.



SCHWARZE STOCKROSE (Alcea rosea v. nigra):

Die Blüte ist eigentlich nicht schwarz sonder tiefdunkelrot. Früher wurde diese Stockrose angebaut, um einen roten Farbstoff für Lebensmittelfarbe zu gewinnnen.
Einige Blüten im Tee ergeben eine schöne rote Farbe.
Stockrosen benötigen meist einen Zaun oder Stab, an den man sie binden kann oder eine Hauswand zum Anlehnen. Bei starkem Wind werden sie sonst leicht umgeworfen. Wenn man sie nach der Blüte zurückschneidet, kommt sie nächstes Jahr wieder.
Auch sie enthält Schleimstoffe und kann unterstützend dem Hustentee beigemengt werden.



EIBISCH (Althea officinalis):

Die Bezeichnung Althea stammt ab vom griechischen "altho", was "heilen" bedeutet. Sein Schleim (der vor allem in den Wurzeln vorhanden ist) hat hautschützende Eigenschaften. Eibischwurzel enthält dreimal soviel Pflanzenschleime wie die Malve und soll doppelt so wirksam sein.
Die Wurzel wird im Spätsommer, morgens geerntet - dann hat sie den höchsten Schleimstoffgehalt. Die Wurzel wird gereinigt und rasch getrocknet, damit sich keine Schimmelpilze ansiedeln können. In kleine Stücke geschnitten und mit Wasser angesetzt werden die Schleime herausgelöst. Daraus können Eibischzuckerl, Hustensirup oder Eibischcreme hergestellt werden.


Zusammenfassend sind diese vorgestellten Malvengewächse allesamt essbar, teilweise sehr heilwirksam und ausnahmslos wunderschön anzusehen! Jedes Jahr kann man Samen abnehmen und wieder neu aussäen. Mit etwas Glück wandern sie auch selbst im Garten herum (bei mir ist es der Eibisch. Er geht überall auf).




Blüten



Mitte Juni - die Blüten von Ringelblume, Johanniskraut, Lavendel, Goldmelisse, Kamille, Rosen ... erscheinen in voller Pracht. Bei trockenem Wetter, Sonnenschein und Guter Laune ;-) werden die Blüten um die Mittagszeit geerntet. Möchte man sie zur weiteren Verarbeitung trocknen, so legt man sie behutsam auf einem Gitter oder Papier oder in einem großen, flachen Korb aus. Warm und trocken soll die Umgebung sein und die Blüten sollen nicht der Sonne ausgesetzt sein. Die getrockneten Blüten kann man in Tee verwenden oder Ölauszüge für Salben oder kosmetische Zwecke daraus herstellen

Frische Blüten werden zerkleinert und als Tinktur angesetzt. Für das berühmte Johanniskraut-Rotöl müssen auch frische (oder einige Stunden angetrocknete) Blüten verwendet werden. Das Öl würde aus getrockneten Blüten braun werden.



Hier von links nach rechts:

Ringelblumentinktur: für kleine Wunden
Melissentinktur: als kleines Hausmittel
Lavendelessig: hervorragend in Endiviensalat
Kamillenöl: für die Kamillensalbe