Rezepte - Kräuter - Tinkturen

Pflanzen können heilen helfen. Immer mehr Menschen übernehmen Eigenverantwortung für ihre Gesundheit und informieren sich dazu über den Gebrauch von Heilpflanzen.

Ich weise jedoch darauf hin, bei Krankheit und Schmerz einen Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen.

Nach Diagnose und Abklärung durch den Arzt können Tinkturen eine wahrliche Bereicherung und Hilfe am Heilungsweg sein.




:: Schafgarben Tinktur

Wesen der Pflanze

Unterscheidungsvermögen

"Es ist nicht einfach, die bemerkenswerten Tugenden der Schafgarbe zu verstehen und schätzen zu lernen. Die Schafgarbe befähigt uns, aus den polaren Eigenschaften des Lebens die richtige Erkenntnis zu ziehen. Die Pflanze eignet sich sowohl für Menschen mit einem schwachen Unterscheidungsvermögen als auch für solche, die immer rasch und sehr entschieden zu einer bestimmten Meinung gelangen oder schnell heftige Kritik üben. Beides ist ein Zeichen dafür, dass es dem inneren Erkenntnisprozess am nötigen Licht zur Unterscheidung und Austarierung der Gegensätze fehlt. Menschen mit einer Unterscheidungsschwäche oder auch mit einer übermäßig starken Entschiedenheit werden durch das Wesen der Schafgarbe gestärkt. Kennzeichnend für solche Menschen ist unter anderem, dass körperlichen Beschwerden oft keine klaren Auslöser zugrunde liegen: Beispielsweise kann ei nbestimmtes Nahrungsmittel einmal eine Magenkrise auslösen und ein anderes Mal problemlos vertragen werden." aus: Pflanzliche Urtinkturen, Wesen und Anwendung von Roger und Hildegard Kalbermatten ->

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl, Flavonoide, Bitterstoffe, Cumarine, Gerbstoffe

Wirkung:

krampflösend, entblähend, magensekretionsfördernd, gallentreibend, entzündungshemmend, blutstillend

Anwendungsgebiet:

- krampfartige oder lang andauernde Menstruationsbeschwerden, starke Blutungen (hellrote Farbe und dünnflüssig)
- Verdauungsbeschwerden (Oberbauchbeschwerden oder krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich)
- venöse Durchblutungsstörungen
- Krampfadern
- Hämorrhoiden
- äusserlich bei entzündlichen Haut- und Schleimhauterkrankungen und als Wundheilmittel

Dosierung:

Innerlich: 1-3 mal täglich 2-5 Tropfen einnehmen. Äußerlich: 10 Tropfen mit Wasser verdünnt auftupfen.


:: Ringelblumen Tinktur

Wesen der Pflanze

Balsam, Verschließen von Wunden

"Wohl kaum eine andere Pflanze ist von ihrer Natur her so vorzüglich zum Wundheilkraut geeignet. Ihr balsamisches, warmes Wesen ist völlig auf das Verschließen von Verwundungen ausgerichtet. Wie mit Lichtfäden schließt die Pflanze das gestörte Energiefeld über der Wunde und versorgt es mit neuen Kräften, um eine rasche Heilung zu fördern.Fasst man eine Ringelblume mit den Händen, um sie zu pflücken, hinterlässt sie auf der Haut ien einzigartiges, klebriges Sekret. Ihre Fähigkeit, Wunden zu "verkleben" und zu verschließen, ist herausragend...." aus: Pflanzliche Urtinkturen, Wesen und Anwendung von Roger und Hildegard Kalbermatten ->

Inhaltsstoffe:

Flavonoide

Wirkung:

entzündungshemmend und desinfizierend

Anwendungsgebiet:

Bei schlecht heilenden Wunden, Quetsch-, Riss- und Schürfwunden und Erfrierungen und Verbrennungen der Haut.

Dosierung:

1-3 mal täglich 3-5 Tropfen einnehmen oder 1-3 mal täglich gurgeln mit 5-10 Tropfen in Wasser oder mehrmals täglich die Wunde mit 10 Tropfen verdünnt in Wasser, betupfen.


:: Kamillen Tinktur

Wesen der Pflanze

Geborgenheit, Geduld, Sanftmut, Mütterlichkeit

"Kamille vermittelt ein Gefühl mütterlicher Geborgenheit, indem sie eine übersteigerte innere oder äußere Sinnesempfindlichkeit dämpft und Krampfzustände durch milde Wärme löst. Bei einer gesteigerten Sinnesempfindlichkeit erscheinen Mitmenschen, Situationen und Umwelt sowie der eigene Körper in einem grellen, übertriebenen Bild. Dann fühlt man sich angreifbar und ungeborgen, man ist sehr schmerzempfindlich, reizbar und ungeduldig. In diesen Situationen vermittelt die Kamille eine ruhevolle Sanftheit und lindert entzündliche und krampfartige Prozesse." aus: Pflanzliche Urtinkturen, Wesen und Anwendung von Roger und Hildegard Kalbermatten ->

Inhaltsstoffe:

äth. Öl, Flavonoide

Wirkung:

entzündungshemmend, krampflösend, wundheilungsfördernd, antibakteriell und den Hautstoffwechsel anregend

Anwendungsgebiet:

Dosierung:

1-3 mal täglich 2-5 Tropfen einnehmen oder 10 Tropfen in einem halben Glas lauwarmem Wasser zum Spülen oder Gurgeln.


:: Johanniskraut Tinktur

Wesen der Pflanze

Lichtassimilation, Nervenkraft, Stabilität

"Johanniskraut hat von allen Heilpflanzen die stärkste Beziehung zum Licht. Die zur Zeit der Sommersonnenwende blühende Pflanze fördert die Aufnahme und Speicherung von Licht und dessen Umwandlung in Nervenkraft. Johanniskraut ist auch bei Verletzungen von Körper und Seele angezeigt. Depressionen als Folge erlittener physischer und psychischer Verletzungen und Kränkungen oder Schnitt- und Stichwunden mit Nervenverletzungen werden sehr erfolgriech behandelt. Dosierung beachten!" Pflanzliche Urtinkturen, Wesen und Anwendung von Roger und Hildegard Kalbermatten ->

Inhaltsstoffe:

Hypericin, Flavonoide, äth. Öl, Gerbstoffe

Wirkung:

antidepressiv, entzündungshemmend

Anwendungsgebiet:

Psychovegetative Störungen, depressive Verstimmungszustände, Angst, nervöse Unruhe und nervöse Erschöpfungszustände, Nervenverletzungen, Verbrennungen ersten Grades, Rückenschmerzen, Ischialgie, Neuralgien (auch äußerlich), Herpes.

Dosierung:

1-3 mal täglich 1-5 Tropfen einnehmen
Die Dosis gut beachten! Mit niedriger Dosis beginnen und gegebenenfalls wöchentlich erhöhen. Allfällige Verschlimmerung des Zustandes deutet fast immer auf eine Überdosis hin!


:: Holunder Tinktur

Wesen der Pflanze

Reifung, Vollendung von Wärmeprozessen, Erwachsenwerden, Verantwortung, Schutz

"Der Holunder ist die Schutzwesenheit für die Werke zur Veredelung und Vervollkommnung von Natur und Mensch. Die Kraft des Holunders drängt den Menschen zu dem, was er werden soll, zur Vervollkommnung, zur seelischen und geistigen Höherentwicklung. " Pflanzliche Urtinkturen, Wesen und Anwendung von Roger und Hildegard Kalbermatten ->

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, ätherisches Öl

Wirkung:

schweißtreibend, vermehrt die Bronchialsekretion, immunstimulierend

Anwendungsgebiet:

Erkältungskrankheiten, zur Chronifizierung neigende Entzündungen der Atemwege, schlecht ausheilender Stockschnupfen, chronische Sinusitis, Raucherhusten, fieberhafte grippale Infekte OHNE Schweiss, immunstärkend bei grippalen Infekten.

Dosierung:

1-3 mal täglich 2-5 Tropfen einnehmen.

Quelle:
Roger Kalbermatten, Hildegard Kalbermatten: Pflanzliche Urtinkturen. AT Verlag, 2007