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Um uns die wertvollen Inhaltsstoffe und Wirkstoffe einer Pflanze zugute zu machen, müssen wir diese der Pflanze entlocken.
Dies geschieht durch Extraktion.
Eine Methode der Extraktion ist die Mazeration. Wichtig ist immer zu bedenken, welche Inhaltsstoffe man lösen möchte.
Sind diese wasserlöslich, alkohollöslich oder öllöslich?
- destilliertes Wasser als Lösungsmittel für wasserlösliche (hydrophile) Inhaltsstoffe
- Alkohol (Weingeist, Korn 35 % - 96 % je nach Pflanzenteile) für hydrophile und leicht fettliebende (lipophile) Inhaltsstoffe (Tinkturen)
- Öle als Lösungsmittel für lipophile Wirkstoffe.
Bei der Ölmazeration ist darauf zu achten, dass die Pflanze zumindest angetrocknet ist. Enthält sie zuviel Wasser, geht auch dieses Wasser in das Öl
über, was die Haltbarkeit des Öles beeinträchtigt. (Ausnahme ist das Johanniskraut. Das Rotöl des Johanniskraut gewinnt man nur aus frischen Pflanzenteilen!)
Die wichtigsten Richtlinien für Ölmazerate:
- angetrocknete oder getrocknete Pflanzen in ein Schraubglas füllen
- mit Öl (Olivenöl, Mandelöl, Jojobaöl...) übergiessen, sodass die Pflanzen gut bedeckt sind
- 1-3 Wochen an der Sonne stehen lassen, regelmässig durchschütteln
- abgiessen
- auspressen
- filtrieren
- 50 g Ringelblumenzungenblüten, getrocknet (dunkle orange beinhalten mehr Inhaltstoffe als die gelblichen)
- 10 g Weingeist
- 1000 g Jojobaöl
Die Ringelblumen werden mit dem Weingeist befeuchtet und ca. 30 Minuten stehen gelassen. Danach mit dem Jojobaöl übergiessen und 2-3 Wochen an einem warmen
Ort stehen lassen.
Verwendung: Bei Verletzungen, Abschürfungen, sehr mild, ideal für Kleine Kinder und Babys, bei rauhen Händen und Füssen oder zur Herstellung von Ringelblumensalbe
- Johanniskrautblüten
- Olivenöl
Das Johanniskraut (nur das getüpfelte Johanniskraut (Hypericum perforatum) ergibt das heilende und wirkungsvolle Rotöl. Im Unterschied zu anderen
Johanniskrautarten hat dieses einen durchgängig zweikantigen Stengel) sollte ab Johanni (21. Juni) gesammelt werden. Die frisch gesammelten Blüten werden einige Stunden lang angewelkt.
in ein Glas gefüllt und mit Öl bedeckt. Der Ansatz wird der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt und für ca. 6 Wochen stehen gelassen. Regelmässig durchschütteln.
Verwendung:äußerlich bei Schnittwunden, Verbrennungen, Schwellungen, Furunkeln. Schmerzstillend bei Gicht, Rheuma, Arthrose, Rückenbeschwerden, steifen
Gliedern, Hexenschuss, Nervenbeschwerden.